Es dürfte in der Geschichte einer Gemeinde sehr selten
sein, dass das Sportgerät "Sky" die Geburtsstunde einer großartigen Entwicklung
eines armen Bauerndorfes zum internationalen Fremdenverkehrsort bildet. So
geschehen 1898 in Saalbach Hinterglemm. Die Gemeinde gehörte damals zu den
ärmsten Gegenden des Landes. Der beachtliche wirtschaftliche Aufschwung des
Landes Salzburg ging am Glemmtal vorbei, das Schicksal eines vergessenen
Seitentales. Die vergangenen harten Jahrhunderte haben die Glemmer mit eisernem
Fleiß, mit harter Arbeit, mit Bescheidenheit in der Lebensführung und mit großem
Optimismus bewältigt. Ihre Devise war "Unsere Arbeit ist
Zusammenarbeit".
Da bringt in diesem Jahr der Saalbacher Josef Wallner,
gewesener Bauernknecht beim Reiterbauern in Vorderglemm, der vor Jahren nach
Mürzzuschlag ausgewandert war und gräflicher Revierjäger wurde, den ersten "Sky"
nach Saalbach. Er will wieder in seiner Heimat sesshaft werden, die Gemeinde
kann ihn aber wegen seiner großen Familie nicht aufnehmen. Wallner geht wieder
nach Mürzzuschlag, hinterlässt aber seinem Schwager Bachmann, Thurnerbauer, seine
Schier. Ein Glücksfall, dass diese Schier in die Hände des damaligen Oberlehrers
in Saalbach Peter Höll kommen, der sofort weiß, welche Bedeutung dieses
Sportgerät haben kann. Er kennt ja das Buch des Norwegers Fritjof Nansen "Auf
Schneeschuhen durch Grönland" und hat auch schon sicherlich erfahren, dass in
der Steiermark (Mürzzuschlag) bereits eifrig Schi gefahren wurde. Er lässt
weitere Schier nachbauen und von den mutigen Volksschülern ausprobieren. Das ist
der Anfang des Schilaufes in Saalbach.. Die Schüler sind begeistert. Die ältere
Generation nimmt keine Notiz von diesen komischen Übungen am "Neuhausroa".
1901
Der Lehrer Ludwig Ramsauer kommt nach Saalbach, nimmt
begeistert die Idee des Oberlehrers, den Kindern den Schilauf
beizubringen, auf
und erweist sich als sportbegeisterter Lehrer. Diesen beiden Lehrern, den
Schipionieren der ersten Jahre, hat Saalbach Hinterglemm viel zu
verdanken. Die
Schwester des Lehrers Ramsauer, Klara, ist sicherlich im Glemmtal die
erste
Schiläuferin gewesen.
1903
Saalbach Hinterglemm wird als Schigelände von außen
entdeckt. 3 waghalsige Skifahrer kommen von Kitzbühel über den Spielberg und sind
vom
Schigelände begeistert.
1904
Eine Militäreinheit kommt mit Schiern und nächtigt im
Gasthaus Neuhaus, dessen Wirtin damals wohl die einzige Wirtin war, die
die
Bedeutung der ersten Schi fahrenden Gäste erkannt hat. Die Wirtin ist
begeistert
von der Freundlichkeit dieser ersten Wintergäste und die Soldaten
genießen die
Gastfreundschaft. Aber es fehlen noch die Voraussetzungen für den Aufbau
eines
Fremdenverkehrsbetriebes in der Gemeinde. Die Glemmer haben noch andere
Sorgen,
sie kämpfen um ihre Existenz.
1906
Der Gemeindeausschuss lehnt die von den Lehrern
vehement
geforderte Aufnahme des Ortes Saalbach in das "Illustrierte Reisealbum
München"
mit der Begründung ab, "dass wegen der herrschenden Armut der
Bevölkerung kein
Interesse für die Zuwanderung von Fremden bestünde".
1907
Ludwig Ramsauer wird nach Bramberg versetzt, dafür
kommt
der Lehrer Hermann Hueter, ein begeisterter Schifahrer aus Tirol. Er
setzt sich
von Anfang an für die Verbreitung des Schilaufes ein. Die Schüler freuen
sich,
die Eltern, die die Schier kaufen müssen, muss Hermann Hueter mit viel
Mühe erst
überzeugen. Schritt für Schritt gelingt ihm das. Die beiden Lehrer Höll
und
Hueter überreden auch ein paar Hausbesitzer, ein Kammerl für Gäste
einzurichten.
1909/10
Dem Lehrer Hueter gelingt es, aus der
Bilgeri-Schiwerkstatt des 14. Korps in Salzburg 6 Paar Bilgeri-Schier
für
mittellose Kinder zu bekommen. Saalbach Hinterglemm gewinnt als
Wintersportort
immer größere Bedeutung und das weckt auch das allgemeine Interesse der
Bevölkerung für den Schilauf. Die Lehrer betonen immer wieder, dass nach
ihrer
Ansicht "eben der Schisport neben sehr praktischen Vorteilen,
insbesondere jenen
der Billigkeit, auch den weiteren Vorteil hat, dass der so beliebte
sonntägliche
Wirtshausbesuch und das Kartenspiel wesentlich gemildert werden". In
Saalbach
Hinterglemm wird die Schuljugend schon anstatt des Turnunterrichtes im
Schifahren unterrichtet, aber die wenigsten Kinder haben Schier. Die
Lehrer
unternehmen alles, um diesen Übelstand abzustellen und sie haben Erfolg.
1913
Der 11. März 1913 wird zum großen Ereignis in
Saalbach.
Der erste Schülerskirennen mit 17 einheimischen Kindern wird durchgeführt. Dieser Wettlauf
begeistert die
Jugend, die Eltern und alle sonstigen Zuschauer. Noch ein großer Erfolg:
Der
Unterricht im Schifahren wird endlich auf Betreiben der Lehrer offiziell
in den
Turnunterricht aufgenommen.
1914
Oberlehrer Ludwig Ramsauer, der 1912 wieder nach
Saalbach
versetzt wurde, gründet mit Lehrer Hermann Hueter den "Wintersportverein
Saalbach" (WSV) mit 44 Mitgliedern.
Der Wintersportverein nimmt sofort
seine
Tätigkeit auf. Sein Wirken wird entscheidend sein für die Entwicklung
von
Saalbach Hinterglemm zum Fremdenverkehrsort. Zu den markantesten
Erscheinungen
des Schisportes in der Aufbauphase zählt auch der Tischlermeister Josef
Bauer.
Er gehört zu den Pionieren des Schilaufes, dem vor allem die Jugend von
damals
außerordentlich viel zu verdanken hat.
1918 - 1938
Der Fremdenverkehr fasst Fuß. Nach dem 1.
Weltkrieg
(1914 - 1918) war in Saalbach Hinterglemm die Ernährungslage
katastrophal, es
herrschte Hunger in der Bevölkerung. An Fremdenverkehr war nicht zu
denken, die
Gemeindeväter beschlossen sogar das totale Aufenthaltsverbot für alle
Fremden
während der Sommermonate. Die Neuhauswirtin muss ihre Gäste nach Hause
schicken,
"Umsonstesser", wie man die Fremden nannte, will man nicht haben.
1920
Oberlehrer Hermann Hueter und Oberförster Fritz
Hochleitner gründen trotz Elend und Not neuerlich den WSV Saalbach. Der
erste
Obmann ist Oberförster Fritz Hochleitner eine begeisterungsfähige
Persönlichkeit, durchschlagen bei jung und alt.
1921
Das Aufenthaltsverbot wird aufgehoben, ein großer
Erfolg
des WSV. Oberlehrer Hueter verfasst die ersten Werbeschreiben an ihm
bekannte
Personen, Schulen und Ämter. Die Schulkinder schreiben die Adresse.
Prospekte
gibt es noch keine. Alle Initiativen für den Fremdenverkehr gehen von
den
Funktionären des WSV aus.
Die Gemeindeväter müssen Schritt für
Schritt
mit viel Überzeugungskraft für diese Initiativen gewonnen werden. Die
ständigen
Ausgaben der Gemeinde - vor allem im sozialen Bereich - stehen in keinem
Verhältnis zu den äußerst bescheidenen Einnahmen. Für den Fremdenverkehr
ist
kein Geld vorhanden. Das verzögert natürlich den Aufbau des
Fremdenverkehrs,
kann ihn aber nicht verhindern.
1924
Auf energisches Verlangen des WSV tritt die Gemeinde
dem
Landesverband für den Fremdenverkehr bei. Ausschlaggebend für diese
Entscheidung
ist, dass der WSV nachweisen konnte, dass er bereits 1 Mill. Kronen für
Werbezwecke ausgegeben hat. Eine großartige Eigeninitiative des WSV.
Die
Diskrepanz zwischen den Forderungen des WSV und den sehr begrenzten
Möglichkeiten der Gemeindevertretung ist kaum überbrückbar. Die
Gemeindeväter
müssen ja für das Gesamtwohl der Einwohner sorgen. Es gibt in diesen
Jahren kein
einziges Gemeindebudget, das nicht ein enormes Defizit aufweist, noch
fehlen
viele Voraussetzungen für den Fremdenverkehr. Die Straße nach
Hinterglemm ist
für den KFZ-Verkehr gesperrt. Die Dorfstraße in Saalbach ist nur ein
Interessentenweg, für dessen Erhaltung die Anrainer aufkommen
müssen.
Aber die Funktionäre des WSV lassen sich nicht
entmutigen. Eine
Aufbruchsstimmung ist festzustellen. Die Risikofreude der
Gewerbetreibenden,
zahlreicher Bauern, vor allem der Bäuerinnen, aber auch anderer
Hausbesitzer ist
beachtlich. In den Häusern werden Kammern, Zimmer und sonstige Räume
eingerichtet, um Gäste unterbringen zu können. Immer mehr wird die
Bedeutung des
Fremdenverkehrs erkannt.
1925
Im Winter 1924/25 werden bei einer Einwohnerzahl von 1013 Personen in Saalbach Hinterglemm
bereits
800 Gästeübernachtungen gezählt. Der Obmann des WSV hat schon
Schwierigkeiten,
Gästequartiere aufzubringen. Massenlager einfachster Art werden
eingerichtet.
Aber die Straße nach Hinterglemm ist noch immer für PKW und LKW nur mit
Sondergenehmigung befahrbar. Der Deutsch-Österreichische Alpenverein baut in
Hinterglemm die Akademikerhütte mit 80 Betten, ein wichtiges Ereignis für Hinterglemm. Höchst erfreulich für
die
Gemeindeväter ist die Einnahme von 438,37 Schilling durch die
Fremdenzimmerabgabe. Der
Fremdenverkehr erfordert aber auch die bessere Ausstattung der
Unterkünfte.
Durch den Einbau von WC´s und Badewannen in einzelnen Häusern in
Saalbach,
steigt der Wasserverbrauch, es wird daher die Wassergenossenschaft
Saalbach
gegründet.
1927
Die Gemeinde und der WSV erreichen, dass die Zugstation
Maishofen am Eingang in das Glemmtal in Maishofen-Saalbach umbenannt wird. Ein
bedeutender
Schritt in
die richtige Richtung. Saalbach scheint jetzt im Kursbuch der Österr.
Bundesbahnen auf.
Der WSV gibt in diesem Jahr 10.000 Stück
Prospekte von
Saalbach heraus.
Die Konzessionsansuchen häufen sich. In der
Gemeindestube prallen die verschiedensten Meinungen hart aufeinander,
denn
der WSV verlangt eine großzügige Behandlung der Konzessionsansuchen,
was
vielfach abgelehnt wird. Es bedarf harter Aufklärungsarbeit.
1928
Die Dorfstraße vom Unterwirt bis zum Dorfplatz wird
ausgebaut, das "Kuchlgaschtl" vor dem Kaufhaus Berger verschwindet.
1929
Gemeinde und WSV arbeiten immer enger zusammen.
Der
Postautoverkehr Zell am See - Saalbach wird für die Wintersaison
eröffnet, bald
darauf auch für den Sommer. Die Kaufmannsleute Josef und Maria Berger
eröffnen
das erste moderne, mit Zentralheizung ausgestattete Sporthotel Penhab.
Ein
Großereignis in Saalbach. Saalbach wird das bekannte
Schidorf.
1930/32
Nach Hinterglemm wird eine Fernsprechleitung
gebaut mit
der öffentlichen Sprechstelle Auwirt und dem Privatanschluss
Akademiker
Hütte. Im Sommer werden bereits 3.000 Gästeübernachtungen
gezählt, während in den
Wintermonaten die Zahl der Übernachtungen auf 30.000 steigt. Aber die
Straße
nach Hinterglemm wird für den KFZ-Verkehr immer noch nicht freigegeben.
Die
Tragfähigkeit der Brücken und der schlechte Straßenzustand sind das
Problem.
Erfreulich, dass trotz dieser Schwierigkeiten in Hinterglemm das
Gasthaus "Frohe
Heimat " gebaut wird.
1933
Die Weltwirtschaftskrise hat nun Saalbach Hinterglemm
erfasst, die Zahl der Arbeitslosen steigt bedenklich an. Die in diesem
Jahr von
Hitler über Österreich verhängte 1000 Mark Sperre hat katastrophale
wirtschaftliche Auswirkungen, natürlich auch für Saalbach Hinterglemm.
Die Gäste
aus Deutschland bleiben aus und dieser Ausfall kann auch durch andere
vielseitige Werbeaktionen nicht ausgeglichen werden.
1934
Politische Unruhen in Österreich treiben die Gäste
aus den
Urlaubsorten.
1937
Die Glemmerstraße ist so wichtig geworden, dass sich
der
Landeshauptmann Dr. Franz Rehrl für den Ausbau und für die ständige
Räumung im
Winter persönlich einsetzt. Endlich
wird auch die Freigabe der Straße nach Hinterglemm für den Kfz-Verkehr
erreicht.
Ein großer Erfolg für Hinterglemm.
In diesem Jahr weist Saalbach
Hinterglemm bereits 40.000 Übernachtungen nach, bei 400 Gästebetten und
1200
Notquartieren,
ein stolzes Ergebnis.
1939 - 1945
Nach dem Ausbruch des 2. Weltkrieges und dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich wurden Tausende von Kindern aus den kriegsgeschüttelten Ballungsbebieten Deutschlands und Österreichs wurden mit der "Aktion Kinderlandverschickung" nach Saalbach-Hinterglemm in Sicherheit gebracht.
Es herrschte - unter Anderem auch als Folge des Mangels an männlichen Arbeitskräften, die alle in den Krieg ziehen mussten - Hunger und Armut, da die Bauernhöfe nicht mehr ausreichend bewirtschaftet werden konnten, die Höfe wurden nur noch notdürftig von den Frauen, den Kindern und den wenigen Altbauern, die nicht mehr zum Krieg eingezogen wurden, bewirtschaftet. Sehr viele Glemmtaler Männer fallen im Krieg oder kommen aus der Kriegsgefangenschaft nicht mehr nach Hause.
1945
Schon am 17. September gründen risikofreudige Männer
die
"Schiliftgesellschaft Saalbach" und beginnen gleich mit dem Bau des
ersten
Liftes auf den Kohlmais. Ein sehr wichtiger Schritt für den
Fremdenverkehr.
1946
Am 1. April wird der WSV Saalbach neu gegründet. Es
gelingt, Oskar Külken, den bekannten Werbefachmann, für Saalbach zu
gewinnen.
Der Werbefilm "Schidorf Saalbach" entsteht und begeistert in vielen
Kinos
Österreichs die Zuschauer. Der Film zeigt enorme Werbewirkung. Oskar
Külken
bringt den ersten "Schiführer" von Saalbach Hinterglemm heraus. Das
Schidorf
Saalbach Hinterglemm wird immer mehr als Schiparadies bekannt.
1947
wird der erste Sessellift gebaut,
später
folgen der Bau des Babyliftes auf der Turmwiese, des Bernkogelliftes und
des
Babyliftes in Wallehen.
1948
Endlich kommt es zur Trennung der Aufgabenbereiche
Fremdenverkehr und Sport im Rahmen des Wintersportvereins(WSV). Der WSV behält die Agenden
des
Fremdenverkehrs, der neu gegründete "Ski- und Sportclub Saalbach" (SC)
übernimmt den
sportlichen Bereich. Der WSV
ist auch für den Bereich Hinterglemm
zuständig. Eine sehr weise und zukunftsorientierte Entscheidung.
Während
der WSV sehr erfolgreich die fachmännische Werbung für Saalbach
Hinterglemm
fortsetzt und damit für die Zukunft hervorragende Arbeit leistet, widmet
sich
der "Ski und Sportclub" mit viel Energie dem Schisport, veranstaltet
Meisterschaften für
den Ort, übernimmt aber auch
Landesmeisterschaften,
organisiert alljährlich den Abfahrtslauf um den "Saalbacher Schneekristall" und den
Abfahrtslauf im Rahmen des Drei-Pisten-Rennens usw. Die skibegeisterte
Jugend
wird besonders gefördert. Die internationale Schiwelt wird auf die
perfekte
Organisation aller Veranstaltungen in Saalbach Hinterglemm
aufmerksam.
Die Elektrifizierung im ganzen Gemeindegebiet wird durchgeführt, der
Straßenbau
energisch fortgesetzt und überhaupt die Infrastruktur in der Gemeinde
den
Erfordernissen des Fremdenverkehrs Schritt für Schritt angepasst.
Die
Salzburger Nachrichten schreiben 1950:
"Das Schidorf Saalbach ist für
die
Feinschmecker des inländischen Schilaufes bereits ein Begriff geworden.
Saalbach
ist wohl der familiärste Wintersportort unseres Landes, der seine
Stammgäste
alljährlich mit gleicher Intensität anzieht, wie die Lampe die
"Nachtfalter". In
diesen Jahren des Aufbaues bewährt sich die Einheit Saalbach und
Hinterglemm und
das gemeinsame "an einem Strang ziehen". Davon schwärmt auch Oskar
Külken in
einem Artikel in den SN, dem er den Titel "die Hinterglemmer im
Aufbruch" gibt.
Er begrüßt auch die Aktivierung der Zweigstelle des WSV in
Hinterglemm.
Die kooperative Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde
der
Bevölkerung, den Schiliftgesellschaften, dem Wintersportverein und des Skiclubs Saalbach
Hinterglemm,
dass ist das Erfolgsgeheimnis dieser großartigen Aufbauphase von 1945 -
1959.
Mitgeholfen haben dabei der wirtschaftliche Aufschwung Österreichs und
ganz
Westeuropas.
Saalbach Hinterglemm zählt bereits zu den großen vier des
Fremdenverkehrs im Lande mit Salzburg-Stadt, Badgastein und
Hofgastein.
1950/51
In Hinterglemm wird die "Zwölferkogel -
Personengemeinschaft" gegründet und der Schlepplift von Wiesern über das
Auergsuach bis zu den Kugelbäumen gebaut. In den folgenden Jahren werden
weitere
Lifte gebaut, vor allem aber bestehende Lifte modernisiert und
verlängert.
Festschrift "An 50er feiern" im Büro der Hinterglemmer Bergbahnen
Ges.m.b.H.
(Zwölferkogel-Talstation, I. Stock) erhältlich.
1959
Projektierung und Baubeginn der Schattbergseilbahn
und des
Limbergliftes. Freigabe des Betriebes am 20.12.1960. Wieder ein
Markstein in der
Schigeschichte von Saalbach-Hinterglemm.
Über 40 Jahre
erfüllt
die als "größte auf einem Seil schwebende Seilbahn der Welt" bekannt
gewordene
Bahn ihren Zweck.
1960 - 1980
Intensive Entwicklung des Winter- und Sommertourismus. Es geht aufwärts! Die Einwohner Saalbach-Hinterglemms freuen sich über den Wohlstand. Arbeitslosigkeit ist im Tal Gott sei Dank nun unbekannt.
1990/91
Die Bevölkerung Saalbach-Hinterglemm unternimmt alles - oft bis an die Grenzen der
Möglichkeiten - um auch das Umfeld von Saalbach Hinterglemm den
Erfordernissen
eines internationalen Fremdenverkehrsortes anzupassen. Höhepunkt ist zweifellos der sehr finanzaufwendige Bau der Umfahrungstunnel Dorf
Saalbach
und Dorf Hinterglemm und die permanente finanzielle Unterstützung von
sportlichen Großveranstaltungen, wie die
Alpine
Ski WM 1991. Ebenso wichtig war damals der Ausbau der Feuerwehr, des
Bergrettungsdienstes und des Roten Kreuzes, Organisationen, die für
einen
Fremdenverkehrsort einfach unerlässlich sind.
Die Ski WM von
22.1. bis
3.2.1991 war ein voller Erfolg. Traumhaftes Wetter umrahmte die gesamte
Veranstaltung. Eine kurzfristig drohende Absage der Veranstaltung
aufgrund von
Terrorwarnungen im Zuge des ersten Golfkrieges konnte abgewendet werden.
Die weiteren Jahre
Der Sommertourismus im - von den sanften Pingauer Grasbergen umrahmeten - Glemmtal wird forciert. Vermehrt entdecken Wander- und Mountainbikebegeisterte, Naturliebhaber und Familien die landschaftliche Schönheit Saalbach-Hinterglemms. Mit dem neuen Erlebnisfreibad, dem größten Hochseilpark Österreichs mit dem atemberaubenden Baumzipfelweg, dem faszinierenden Teufelswasser, dem Talschlusszug und Heilkräutergarten, Mountainbikestrecken bergauf und "downhill", Erlebnis- und Wanderlehrpfaden für jung und alt und vielen weiteren Attraktionen entsteht das sommerliche "Tal der Spiele". 5 einheimische Wanderführer werden von der Gemeinde angestellt und zeigen den Sommergästen die herrlich grüne, intakte Naturlandschaft rund um Saalbach-Hinterglemm
Die Bevölkerung Hinterglemms
baut Schritt für Schritt die Ferienregion Saalbach-Hinterglemm-Leogang zum beliebten Berg-, Ski- und Wanderparadies auf.







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